Die Christen feiern Weihnachten und der der Papst hällt eine Neujahrsansprache. Vielleicht hat das Sol-Invictus-Fest (Geburt der Sonne), der damaligen Heiden (der Römer) als Vorlage für die Weinachtsfeierlichkeiten gedient. In jedem Falle hat die Geburt Jesu - wann auch immer sie stattgefunden haben soll - eine unendliche Kette an Irrungen und Verwirrungen nach sich gezogen - und das bis zum heutigen Tag. Dieses Phänomen ist kein urchristliches, sondern vielmehr der Tatsache zu verdanken, dass Religionen auch mit Macht und Einfluss mit Anspruch und Durchsetzung verbunden sind. Daraus erwachsen Zwistigkeiten, die in bis in die Gegenwart auf dem Schlachtfeld gelöst werden.

Aus unilogischer Sicht ist Religion solange tolerabel (erträglich, duldbar) als sie keinen Kriegsgrund vermittelt. Oder anders ausgedrückt, solange Soldaten im Namen irgendeines Gottes, eines Geistes oder einer Schrift in den Krieg ziehen, solange erhalten die Verursacher keinen unilogischen Freibrief. Die unilogische Vorstellung ist zutiefst pazifistisch. Sie lehnt die Herrstellung von Waffen zu Zwecken der gegenseitigen Auseinandersetzung ab. Sie erlaubt (noch) die Ausrüstung innerstaatlicher Ordnungskräfte mit Waffen (Polizei). Einen Geheimdienst, eine Bewaffnung von Grenzbediensteten oder von anderen staatlichen Organen lehnt Unilogon kategorisch ab. Frieden schaffen mit Waffen ist eine Illusion. Bis heute wurde es noch nicht erreicht. Frieden schaffen ohne Waffen ist ein Auftrag, den es gegen den Widerstand von kranken Köpfen zu erringen gilt. Diese kranken Köpfe meinen, dass nur der/die Stärkere wirklich Frieden erhalten kann. Das war in der Vergangenheit nicht so und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass es künftig so sein wird. Dieser Planet steht vor der nächsten Herausforderung...

Ich spreche täglich mit vielen Menschen. Die meisten kommen, weil sie ein Thema oder mehrere große Themen haben. Sie haben sich diese Themen nicht herausgesucht, sondern werden damit konfrontiert, oder sie haben sich selbst in eine besonders kniffelige Lage hineinmanövriert. Viel reagieren emotional, einige sind regelrecht verzweifelt. Andere bleiben gefasst und versuchen es auf der rationalen Schiene. Viele Menschen eben - mit vielen Reaktionsweisen, aber alle scheinen betroffen und kommen schließlich ins eigentliche Handeln.

Wenn Sie jetzt weiterlesen, dann gehören Sie vielleicht zu denjenigen, die nicht INDIFFERENT sind. Indifferent sind jene, denen so vieles egal ist. Sie haben keinen Grund ins eigentliche Handeln zu kommen. Sie scheren sich nicht um den Klimawandel, um die Politik im allgemeinen, auch nicht um die soziale Wirklichkeit in ihrer Gemeinde. Sie interessieren sich für Essen und Trinken, für den Urlaub und für die eigene Lust. Daran ist prima vista nichts Verwerfliches. Meistens haben sie jedoch keine Ahnung von so vielen Dingen, dass sie garantiert problematisch entscheiden, vor allem, wenn es um das Überleben der Menschheit geht. Sie sind also prinzipiell eine Gefahr für unser Überleben, weil sie sich nicht dafür interessieren und tatenlos, eben indifferent bleiben. Schließlich leben sie - und nicht schlecht - und es gibt nur eine wirklich wichtige Frage: Wieviel Grillkohle ist noch im Schuppen?

Die nächste Stufe menschlicher Intelligenz entspricht der eigentlichen Übersetzung von "intellegere" (lat. einsehen, erkennen): Es geht also um Erkenntnis und Einsicht! Dabei ist klar, dass viele Menschen viele Erkenntnisse sammeln und unendlich viele Einsichten teilen oder eben nicht teilen. Auf den Fokus kommt es also an. Nur wenn der Überlebensfokus ins Visier genommen wird, sind Einsichten zielführend. Andere Einsichten sind zulässig, aber im Prinzip sinnlos, weil das Überleben entweder gefährdet wird oder außer Acht gelassen wird. Es gibt unzählige Einsichten, die keine Gefährdung des menschlichen Überlebens nach sich ziehen, aber es gibt einige wenige, wichtige, die das langfristige Überleben absichern und garantieren helfen. Es ist unmöglich in die Zukunft zu sehen, aber die nächste Stufe menschlicher Einsicht muss den Fokus des Überlebens ins Zentrum stellen, um nicht vom Planeten wegradiert zu werden...

Hat es bisher viele Diskussionen um Global Health gegeben, so sprechen nun im Deutschen Ärzteblatt Expert*Innen von Planetary Health (Dtsch Arztebl 2018; 115(40): A-1751 / B-1473 / C-1459). Land auf Land ab wird über die Eingemeindung Südtirols nach Österreich, die Loslösung Kataloniens von Spanien und die Renaissance eines Königreiches in Bayern diskutiert. Namhafte Mediziner*Innen machten sich in der Vergangenheit über "Public Health", über "Internationale Gesundheit" und in den letzten Jahren vermehrt über "Global Health" Gedanken. Noch umfassender muss jetzt jedoch an "Planetary Health" gearbeitet werden. Während Bakterien und Viren schon seit Jahrmillionen keine Grenzen kennen, wollen uns Kleingeister erklären, dass es eine Rückentwicklung in die Kleinstaaterei braucht, um Begriffe wie Heimat und Vaterland zu retten. Das Volk der Mikroben kennt keine Grenzzäune....

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