Es gab in den vergangenen Jahren viele kriegerische Auseinandersetzungen (Syrien, Lybien, Myanmar, Afghanistan, Irak, Georgien, Aserbaidschan und viele weitere). Der aktuelle Krieg in der Ukraine könnte den Höhepunkt, aber auch den Ausgang aus einer alten, begrenzten Denkweise repräsentieren. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass nur eine hochkarätige Abschreckungsstrategie mit apokalyptischen Kosten (weltweit fast 2 Billiarden US-Dollar an Rüstungsausgaben) den Frieden absichern kann. Jetzt ist es an der Zeit eine neuartige Zivile Verteidigung auf ihre Ergänzungsfähigkeit hin zu durchleuchten.

Corona-Massen

Wir vergessen unsere  Bedingtheiten und Bezogenheiten all zu gerne. Autonomie - also Selbständigkeit - und Unabhängigkeit stehen an vorderster Stelle. Auf der anderen Seite sehen: Nur keine einseitigen Zwänge, die das Leben belasten! Nur keine Einschränkung meiner persönlichen Freiheit! Wir schwingen zwischen zwei Antipoden: Freiheit und Bezogenheit! Wir sehnen uns nach Gemeinschaft und Miteinander. Wir wollen Beziehung und Geborgenheit und dabei unsere Autonomie und Freiheit erhalten. Der Alltag fordert Kompromisse und die Wirklichkeit verlangt nach Anpassung.

Wenn die Liebe das Leben bestimmt, dann gibt es keine Missgunst und kein Ereifern mehr, dann siegen die sanften Töne vor den rauhen und dann gewinnt meist das Gute, Integrative. Wenn die Liebe ihre Regentschaft antritt, dann gilt:

Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (1.Korintherbrief 13,1–13 Paulus von Tarsus)

Wenn die Liebe die Seele erreicht, dann erhält das Leben eine ganz neue Qualität.

In Zeiten von Corona mit oder nach CoViD-19, angesichts einer möglicherweise tödlichen Erkrankung, müssen viele Verhältnisse neu bewertet werden. Die Gedanken der letzten Monate lassen sich deshalb auf einen Punkt bringen: Wir brauchen eine neue Ethik der Einkommensverteilung! Natürlich halten Imker Bienen, um Honig zu gewinnen. Aber sie schädigen damit ihre Bienen, die den Honig als Nahrungsvorrat für den Winter anlegen. Je mehr Honig entnommen wird, umso mehr Stress entsteht bei den Bienen. Sie werden anfällig für Schädlinge. Die Logik daraus wäre eine Reduktion der Gewinnmaximierung durch den Imker. Auf Coronazeiten übertragen bedeutet dies schlicht und ergreifend: Reduktion der Gewinnmaximierung durch die kapitalen Industriekomplexe dieser Erde.

Wer kennt das nicht? Jemand nutzt die Gutmütigkeit des anderen. Die soziale Ader oder das schlechte Gewissen des Gegenüber sind leichte Beute für Wünsche und Erwartungen bestimmter Menschen. Doch wann ist eine Erwartung zu hoch angesetzt? Wann wird eine soziale Leidenschaft zu gnadenlos ausgenutzt? Zuerst ist der objetivierbare Status des Mitmenschen einzuschätzen. Dazu bedarf es für alle gültige Merker oder Prämissen, die eine Objektivierung möglich machen. Nicht jeder Nutzen ist auch wirklich für alle ein Nutzen. Was dem einen nützt und Freude bringt, ist des anderen Leid. So schwankt also die Skala des objektivierbaren Nutzens je nach Betrachtungswinkel und Beurteilungsmaxime.

Ist alles nur relativ und gibt es keine Möglichkeit sich eine sichere Position zu verschaffen?

Aktuell sind 114 Gäste und keine Mitglieder online