Nun ist es offensichtlich so, dass die dauerhafte Befriedigung zu Untätigkeit und Müßiggang führen kann. Deshalb ist sie auch nicht erwünscht. Die Gesellschaftsoberen haben schon seit geraumer Zeit erkannt, dass "panem et circensem" nicht zur Sättigung der Gemüter führen darf. Sie sollen vielmehr immer wieder neu und unersättlich nach weiterer Befriedigung streben und dadurch beschäftigt sein. Glücksspiele und sexuelle Anregung, Streben nach Macht und Einfluß und das Gefühl endlich anerkannt zu werden, sollen die Mitbürger kontinuierlich in Trab halten und die Gedanken damit auf das Unwesentliche fokussieren. Was aber ist das Wesentliche, die Essenz, die uns zur Besinnung bringen sollte?

Das  Eigentliche ist nicht leicht zu fassen. Es liegt nicht im Haben, sondern im Sein. Es gründet auf dem Miteinander und verliert sich im kruden Gegeneinander. Es bemüht sich um Leben und möchte es liebevoll. Es kennt weder Hass noch Neid und ist nicht nachtragend. Es konzentriert sich auf die Belange aller und vergisst nicht selten den eigenen Schmerz. Am Ende erkennt es sich SELBST, wird bedürfnislos und lächelt. Es regt sich nicht wirklich auf und bleibt bedächtig. In Demut kann es nicht lange bestehen, weil der Alltag die ganze Breitseite fordert und nach Feedback ruft. Trotzdem stellt es sich nicht in den Mittelpunkt und brilliert mit seiner Omnipotenz. Es liebt die Stille und den leisen Ton. Im Inneren ist es selten ruhig. Es bebt und schwingt, es denkt und fühlt und ist die meiste Zeit aktiv. Am Ende hat es viel gelernt und blickt in Fülle und in Glanz. Der Tanz des Lebens ist ihm intrinsisch und doch nur Teil des großen EINEN. Wer die Essenz gespürt hat, wird sie nie mehr missen wollen und seine Stunden wertschätzen. Im Konsum und in der schnöden Herrscherpracht ist kein wirkliches Gold verborgen. Sie sind nur Einbahnstraßen und Aberation in die dunkle Seite des Planeten. Die einfachen Verführungen münden in einfache Ergebnisse. Erst im Innehalten und in der Besinnung eröffnen sich uns neue Welten. Die emotional lustvolle Meditation und die Versenkung in die Natur sind Wege zu Glück und Tiefgang.

Stress ist der Vater des schwarzen Mammons. Entspannung ist die Mutter des Lebens.

Wer das Licht sucht, findet Freude, wer die Essenz sucht findet das Licht!

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